Sterbebegleitung unserer geliebten Haustiere

Vom Paradies in den Katzenhimmel

Meine königliche und zum Schluß so tapfere Katze Isabella ist jetzt im Katzenhimmel.

Vor Wochen stellte ich dem Veterinär Isabella vor, da sie ein Bein nur noch nachzog. Er wollte gleich ein Röntgenbild machen, beschränkte sich auf meine kritische Nachfrage hin auf eine Kortisonspritze und empfahl, sie in ein paar Tagen einschläfern zu lassen – sollte keine Besserung eintreten.

Ich wollte die letzten Tage und das Sterben für meine Katze anders

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Es muss doch einen liebevolleren Weg geben, sagte ich mir auf dem Weg nach Hause. Ich habe schon so viele Menschen über den Tod hinaus begleitet, also würde ich auch den richtigen Umgang mit einer alternden Katze wissen.

Und das tat ich

Zunächst sprach ich mit der Katzenseele und bat sie um ihre Entscheidung, entweder natürlich zu gehen oder sich für Gesundheit zu entscheiden. In den nächsten Tagen erholte sich Isabella und konnte ihre Beine wieder besser belasten. Das schien gut geklappt zu haben. Leider hielt die Verbesserung nicht an.

Verschlechterung und Umgang damit

Statt drei Beine konnte Isabella eines Morgens nur noch die Vorderpfoten belasten. Die Hinterpfoten schienen zusammen versteift zu sein. Sie wirkte wie eine Nymphe, mit einem Katzenvorderteil und nur einem Schwanz als Hinterteil. Ihre wunderschönen Augen strahlten mich an und sie robbte an die Fressnäpfe, als würde ihr Leben davon abhängen.

Schlemmen wie die Römer

Isabella konnte sich zwar nicht mehr auf den Beinen halten, aber Schlemmen tat sie. Sie legte sich neben ihren Fressnapf und hielt  ihr Festmahl jeweils in Inbrunst ab. Inzwischen guckten mir nicht mehr zwei Katzenaugen, sondern eins direkt in die Seele. Das andere erblindete und lief aus. Meine Nachbarin empfahl mir eine Euthanasie mit Äther.

Sterbebegleitung von unerwarteter Seite

Gestern bekam meine Katze Krämpfe und begann zu leiden. Ich verspasste ihr ein Vollbad, um den verkrampften Körper zu entspannen. Als ich sie trockenrubbeln wollte, schubste mein Hund Illu mich fast an die Seite. Er wollte unbedingt seine Hausgefährtin selbst trocken lecken. Dabei massierte er immer wieder um ihren Magen und erlahmtem Darm. Als die raue Hundezunge Isabella zu viel wurde, legte ich sie ins Bad. So waren wir beide allein.

Die Seele ausatmen

Ich verband mich mit meinen Selbst und der Katzenseele. Ihr gesundes Auge war ein einziges Leuchten. Wir atmeten gemeinsam und ich lud sie ein, ihre Seele aus dem Körper auszuatmen. Nach ein paar gemeinsamen Atemzügen erlosch das Leuchten in ihrem schönen Auge. Das Auge schien schon tot, obwohl der Körper atmete noch. Ich wusste, dass der Körper in Kürze der Seele folgen würde. Und so war es.

Man sagt, dass

Tiere ganz leicht sterben. Ich glaube, sie haben einen ganz natürlichen Umgang mit dem Leben und Tod. Dennoch bleiben sie manchmal länger bei uns, als es ihrem Körper wohl bekommt. Ich bin froh, dass meine Katze liebevoll daheim in Begleitung von mir und meinem Hund ihren Körper verlassen konnte. Sie hatte ein Paradis auf der Erde und jetzt ohne Körper.

Mehr Infos zum Sterben und Ausbildung Sterbebegleitung

Für mehr Infos klicke auf meine Seite Sterben.

Wenn du Fragen zum Umgang mit sterbenden Haustieren hast, stelle sie gerne unter Kommentare. Welche Erfahrunge hast du mit deinen Haustieren gemacht?

 

 

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